Hansestadt Wismar

Die Schwedenzeit in der Hansestadt Wismar

Im dreißigjährigen Krieg wird die Hansestadt Wismar im Jahre 1632 durch schwedische Truppen besetzt. Schweden als einer der Sieger des dreißigjährigen Krieges, bekommt im westfälischen Frieden von 1648
die Stadt Wismar zugesprochen. 1653 wird im Fürstenhof das oberste schwedische Gericht für Schwedens Besitzungen auf deutschem Boden errichtet.
Doch Ruhe sollte für die arg in Mitleidenschaft gezogene Bevölkerung nicht einziehen.  1675 erobern die Dänen Wismar. Einige Jahre später kommen die Schweden zurück und bauen Wismar zur größten Festung Europas aus.

Sogar auf der Insel Walfisch wird ein Fort errichtet. Im Jahre 1711 beginnen die Dänen im nordischen Krieg Wismar zu belagern. Fünf Jahre hält die leidgeprüfte Stadt stand, dann muss sie sich im April 1716 den Dänen abermals ergeben. Die Dänen lassen nun die gerade erst entstandenen Festungsanlagen von den Wismarer Bürgern abtragen. Ein paar Jahre später fällt Wismar abermals an die schwedische Krone. Die Stadt verarmt immer mehr und wirft kaum einen Gewinn für das schwedische Königshaus ab.

Deshalb verpfändet Schweden die Stadt Wismar einhundert Jahre für einen Betrag von 1.250.000 Taler dem Herzog von Mecklenburg. Schweden löst diesen im Jahre 1903 fälligen Pfandvertrag nicht ein und so fällt die Hansestadt Wismar an das Deutsche Reich und wird dem Großherzogtum Mecklenburg eingegliedert.

Heute erinnert man sich gern der Schwedenzeit zu Wismar und man versucht das schwedische Erbe zu pflegen und zu bewahren. Höhepunkt ist das jährlich durchgeführte Schwedenfest in Wismar.

 

Schwedisches Geschütz
Schwedisches Geschütz



Schwedische Uniformen
Schwedische Uniformen

 

Die Schwedenzeit in der Zeittafel
     
1632 Schwedische Truppen fallen in Wismar ein und erobern die Stadt für die Schwedische Krone
   
1648 Durch den Friedensschluss von Osnabrück fällt die Herrschaft über Wismar an die Schweden
   
1653 Das Königlich Schwedische Tribunal wird auf deutschem Boden für alle Besitzungen als Oberster Gerichtshof eingesetzt
   
1675 Wismar Kapituliert nach der Belagerung durch dänische, brandburgische und Kaiserliche Truppen
   
1672 - 1700 Wismar wird zu größten Festung Europas mit 700 Kanonen, 18 Bastionen, 9 Revelins und 2 Zitadellen. Auf der Walfischinsel wird ein Fort errichtet
   
1690 Am heutigen Lindengarten entsteht das Provianthaus
   
1700 Das Heutige Zeughaus wird nach der Pulverturmexplosion gebaut
   
1716 Während des Nordischen Krieges muss Schweden die Herrschaft über Wismar an die Nordischen Alliierten übergeben.
   
1717 Auf Verlangen des Dänischen Königshauses wird die Festungsanlage von Wismar mit seinen Zitadellen, Bastionen, Mauern und Türmen gesprengt.
   
1757 Die Preußen erobern Wismar im Siebenjährigen Krieg.
   
1803 Wismar wird für 100 Jahre an das Herzogtum Mecklenburg verpfändet
   
1903 Wismar wird endgültig in das Herzogtum Mecklenburg eingegliedert da Schweden auf die Einlösung des Pfandes verzichtet
     

Festung und Stadt Wismar um 1650
Stadt Wismar und Festungsanlagen um 1650

     

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